13.05.09 15.16 Alter: 3 Jahre

Beide Teams der Racketlon-Union übertreffen die Erwartungen beim 1. Bundesligaspieltag 2009

Rubrik: Nürnberg

"Ich als Vorstand bin mit dem Abschneiden beider Teams rundum zufrieden" äußerte sich Sebastian Büschel auf der Heimreise beim Zwischenstopp bei Union-Sponsor Autohof 24 in Lutterberg. Büschel, aufgrund der terminbedingten Absage der Weltklassespieler Dickert und Krenn Spitzenspieler und Vorstand der Racketlon-Union in Personalunion, hatte auch allen Grund zum Strahlen. Während die 2. Mannschaft zwei schöne Siege einfahren konnte, qualifizierte sich das erste Team in der Besetzung Büschel, Müller, Kroier und Scharnagl unangefochten als Gruppenzweiter für das Final-Six-Turnier im November. Neben den tollen Mannschaftserfolgen erfreute Büschel das starke Racketlon-Debüt von Andrea Schiel, die sich bei ihrem ersten Racketlon-Auftritt als wertvolle Punktesammlerin entpuppte sowie der tolle mannschaftsübergreifende Zusammenhalt im Verein.

 

Zu den Spielen im einzelnen:

 

Union I - RT Minden-Lübbecke 224-189


Auch ohne ihre Spitzen-Cracks Dickert und Krenn besiegte der frischgebackene Championsleague-Sieger aus Nürnberg die Truppe um den Nationalspieler Berkemeier relativ deutlich. Entscheidende Punktesammler waren hier vor allem Scharnagl (+21) und Kroier (+10), der gegen seinen Gegner Grau das seltene Kunststück vollbracht, alle Sportarten zu gewinnen. Lediglich das Herren-Doppel und das zweite Herren-Einzel (Müller gegen den Herren A-Sieger von Dronten Sültrup) gingen verloren. Überraschend war hier der Sieg von Büschel im Spitzeneinzel der Herren gegen den Nationalspieler Berkemeier, gegen den er im Finale des C-Wettbewerbs der German open 2007 noch unterlag.

 

Union II - Neuberg I 156-237


Nach der denkwürdigen Niederlage der Neuberger gegen die erste Mannschafter der Union bei der WM 2008 in Fürth gelang den Neubergern nun die Revanche gegen die zweite Mannschaft der Union. Nur ein Match konnte hier gegen den hohen favoriten aus Hessen gewonnen werden - und dieser Sieg war ausgerechnet der Debütantin Schiel vorbehalten. Erfreulich war auch die nur denkbar knappe Niederlage von Goldfuß gegen den amtierenden D-Weltmeister Czerny.

 

Union I - Racketlions 247-109


Eine Demonstration der Union-Stärke war das Match gegen die Truppe um Andrew Kim. 138 Punkte Vorsprung bei nur 4 (!) verlorenen Sätzen sorgten für die zwischenzeitliche Tabellenführung der Union I nach dem 1. Tag in Gruppe 1. Die meisten Probleme hatte noch Müller, der sich letztendlich mit "nur" 10 Punkten Vorsprung gegen Kleebach begnügen musste.

 

Union II - Rhein Ruhr Racketlions 217 - 193


Im Match gegen das von Karsten Rauhaus angeführte Team ließ das zweite Team erstmals richtig aufhorchen. Obwohl Spitzenspieler Eubel verletzungsbedingt nur Mixed spielen konnte, gab es den ersten Sieg für die Union II. Den Weg ebneten die Siege von Eubel und S. Leibig im Mixed sowie von Goldfuß und J. Leibig im Herren-Doppel. Herausragend aus einer homogenen Mannschaft konnten aber wieder Schiel und Goldfuß, die ihre Einzel souverän (Schiel +29 und Goldfuß +13) gewinnen konnten.

 

Union I - Berlin 237 -175


Mit diesem Sieg war der Einzug in die Endrunde um die deutsche Meisterschaft endgültig gesichert. Wie schon in den Spielen zuvor sorgte die Ausgeglichenheit der Union für den Sieg. Büschel brachte den aktuell wohl weltbesten Ü-45-Spieler Alte an den Rand einer Niederlage. Scharnagl gewann gegen Fischer alle 4 Sportarten und Kroier und Müller konnten den Squashspezialisten aus Berlin Heiland und Schuster (2.Liga-Spieler) sogar in deren Spezialdisziplin alles abverlangen; 12-14 hieß es im Doppel, die Squash-Einzel endeten jeweils 11-8 für die Berliner.

 

Union II - Dresden 238-162


Der erste Sieg hatte der 2. Mannschaft offenbar Appetit gemacht. Gegen die Dresdener Vertretung ließ man nichts anbrennen. Goldfuß, Schiel und J. Leibig gewannen gegen ihre Gegner all ihre Sportarten. Einzig Herrmann Schmid verlor sein Einzel (-9).

 

Union I - Linden 192-226


Übermächtig erschien der Gegner aus Linden; gab sich doch fast die gesamte deutsche Nationalmannschaft ein Stelldichein. Seit Jahren bilden Köpf, E. Schaub, Kudicke und Stamm das Gerüst der deutschen Nationalmannschaft. Da J. Schaub verletzungsbedingt nicht einsatzbereit war, wurde auf Lindener Seite kurzerhand die schwedische Spitzenspielerin Jansson eingeflogen. Von den großen Namen ließ sich die Union, die nur mit Eigengewächsen antrat, nicht beindrucken. Die nur 34 Punkte Rückstand zeigen auf, was möglich gewesen wäre, hätte einer der Spitzenspieler Dickert oder Krenn das Racket für die Nürnberger geschwungen. Beeindruckend waren der klare Sieg von Müller gegen Kudicke (+7) sowie die extrem knappen Niederlagen von Büschel gegen den WRL-Top-Ten-Spieler Köpf (-1) und Scharnagl gegen Jansson (-5).

 

Union II - Ballmacht Schwaben 238-171


Gegen die ohne ihre Spitzenspieler Deeg und Manners antretenden Schwaben gab es wenig zu bestellen. Dass für Schiel gegen die beste deutsche Spielerin Altmann nichts zu holen war, lag auf der Hand. Erfreulich waren jedoch die nicht unbedingt zu erwartenden Disziplinsiege von J. Leibig gegen Holzinger im Tischtennis und im Squash sowie von Schmid gegen Seel im Squash. Hervorzuheben ist auch das gute Mixed-Resultat von Eubel und der 14-jährigen S.Leibig gegen die frischgebackenen World-Tour-Titelträger Holzinger/Altmann (-13).

 

Union I - Neuberg II 250-89


Der klare Sieg gegen die zweite Mannschaft aus Neuberg bildete einen gelungenen Abschluss für Büschel und Co. Obwohl die Knochen schon schmerzten, konnten zwei Punkte eingefahren werden. Da jedoch nur die Punkte gegen die für die Endrunde qualifizierten Mindener und Lindener zur Endrunde mitgenommen werden, blieb das Ergebnis letztlich ohne größere Relevanz.

 

Union II - Heidelberg 198-184


Im letzten Spiel von Union II gegen Heidelberg stand Hitchcock Pate. Gegen die Truppe um den deutschen Spitzenspieler Neidhardt hätte man mit etwas Fortune sogar gewinnen können. Am Ende fehlten die Punkte, die man im Mixed und Doppel liegen ließ (-16). Da nützten die klaren Siege von Goldfuß an Position 3 gegen Heidelbergs Ersatzspieler Maik (+28) - die etatmäßige Nr. 2 Heidelbergs Nowicki konnte am So. berufsbedingt nicht mehr spielen - und von Schiel (+19), wenig. Die beiden anderen Einzel von Leibig, der immerhin das Tischtennis gegen Heidelbergs Nr. 1 Neidhardt - unter der Woche noch Trainingsgast in Fürth - gewinnen konnte, und von Schmid gingen dagegen deutlich verloren.

 

Die erste Mannschaft hat damit alle Trümpfe in der Hand, um in der Bundesligapremierensaison 2009 den Vizemeistertitel einzufahren. Dass der Meistertitel wohl an das hessische Team aus Linden gehen wird, war Kennern schon nach der eigentümlichen Ausländerregelung der Bundesliga, spätestens jedoch nach den Absagen von Krenn und Dickert, klar. Gleichwohl fieberten die Wiener Weltklassespieler in ihrer Heimat mit ihren Unions-Vereinskollegen mit und ließen sich via SMS auf dem laufenden halten. Sie registrierten auch erfreut, dass die zweite Mannschaft mit den zwei Siegen vom 1. Spieltag im Rücken mit einem etwaigen Abstieg nichts zu tun haben sollte. Wenn man bedenkt, dass neben Dickert und Krenn verletzungs- oder terminbedingt auch Spieler wie Plötzner, Feichtenbeiner, Farkas, Neubaum und Herrmann nicht zum Einsatz kamen, zeigt die Union klar auf, dass das zarte Pflänzchen Racketlon in keiner Stadt so prächtig gedeiht wie in Nürnberg. Aber auch hier gilt, das haben alle Spieler in Hannover erkennen müssen, ohne Trainingsfleiß kein Preis. Fragt sich nur, wie sich hier langfristig die im Vergleich zu anderen Teams happigen Trainingspreise auf die Trainingsmoral auswirken werden.


Sponsoren

Kontakt

Racketlon Union SpielRaum Nürnberg e.V.
1. Vorstand
Sebastian Büschel
Eichendorffstr. 14
93051 Regensburg
Mobil: +49 (176) 23704516
sebastian.bueschel(at)gmx.de
sebastian.buschel(at)racketlon.de